Diabetes mellitus Typ 2
Der Typ 2-Diabetes, der bei ca. 95 % aller Diabetiker vorliegt, ist durch eine ausgeprägte Insulinresistenz, zumeist kombiniert mit einer inadäquaten Insulinsekretion, gekennzeichnet. Umweltfaktoren (Überflussernährung, Bewegungsarmut) haben zu einer deutlichen Zunahme der Prävalenz in den westlichen Ländern geführt.
Eine erbliche Veranlagung ist jedoch neben diesen exogenen Faktoren eine wesentliche Voraussetzung für die Ausprägung eines Typ-2-Diabetes. Eine starke genetische Komponente lässt sich von eineiigen Zwillingspaaren mit dieser Erkrankung ableiten, bei denen eine Konkordanzrate für den Typ-2-Diabetes von über 60 % besteht. Somit besteht a priori ein doppelt so hohes genetisches Risiko im Vergleich zu Zwillingen mit Typ-1-Diabetes mellitus. Auch in Familien ist der Typ-2-Diabetes mellitus bei Geschwistern - oder erst bei zweitgradig Verwandten - gehäuft. Bis zu 60 % der Geschwister von Typ-2-Diabetikern erleiden im Laufe ihres Lebens ebenfalls diese Erkrankung.
Quelle: Diabetologie in Klinik und Praxis