
Grundlegende Diabetesstudien: DCCT
Wesentliche Ziele/Fragestellungen der DCCT:
Welchen Einfluss hat die mit einer Insulintherapie erreichte Blutzuckereinstellung, repräsentiert durch HbA1c – Wert, auf die Progredienz diabetischer Folgeerkrankungen bei Typ 1 Diabetiker?
Welchen Einfluss hat die angewandte Form der Insulintherapie auf das Erreichen eines HbA1c – Wertes?
Klientel:
1441 Typ 1 Diabetiker zu Studienbeginn
(730 CT, 711 MDI (= ICT und CSII)),
1422 zu Studienende (8 brachen ab, 11 Todesfälle),
insgesamt 9332 Patientenjahre,
Alter der Patienten: 13 – 39 Jahre,
Beobachtungszeitraum gesamt: 9 Jahre (1983 – 1993)
mittl. Beobachtungszeitraum: 6,5 Jahre (3 – 9 Jahre)
Wichtige Ergebnisse:
mit einer ICT bzw. CSII wird durchschnittlich ein um zwei Prozentpunkte besserer HbA1c – Wert erreicht
Erreichte HbA1c – Werte unter der ICT bzw. CSII und unter der CT im Studienverlauf über 9 Jahre.
Wichtige Ergebnisse:
die Rate diabetischer Folgeerkrankungen war in der CT – Gruppe (mit einem im Vergleich zur ICT – bzw. CSII – Gruppe um 2% erhöhten HbA1c – Wert) deutlich höher:
Kumulierte Häufigkeit der Retinopathie über 9 Jahre in Abhängigkeit von der Therapie und vom dabei erreichten HbA1c – Wert (Präventivgruppe)
bei gleichem HbA1c -Wert ist die Progressionsrate der Retinopathie in der intensiviert behandelten Gruppe niedriger als in der konventionell behandelten:
Progressionsrate der Retinopathie über 9 Jahre in Abhängigkeit von der Therapie und vom dabei erreichten HbA1c – Wert
Schlussfolgerung:
Entscheidend für die Progression diabetischer Folgeerkrankungen ist nicht nur der HbA1c – Wert, sondern auch die Therapieform, mit der dieser erreicht wird.
Dr. A. Thomas