
Diabetes mellitus Typ 1
Der Typ 1-Diabetes mellitus resultiert aus der immunologisch vermittelten Zerstörung von B-Zellen der pankreatischen Langerhans-Inseln und führt zu einem absoluten Insulinmangel. Mit einem Erkrankungsgipfel zwischen dem 14. und 20. Lebensjahr sind vorwiegend Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Aber auch im höheren Alter kann ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus auftreten.
Der grösste Teil dieser Patienten (ca. 85-90 %) kommt aus Familien, in denen bislang kein Diabetes vorlag. Nur in bis zu 15 % sind weitere Verwandte von einem Typ-1-Diabetes mellitus (Multiplexfamilien) betroffen, die sich aber weder klinisch noch genetisch von den Familien mit lediglich einem Patienten unterscheiden. Somit liegt eine erbliche Disposition mit variabler Penetranz vor. Eineiige Zwillingspaare zeigen nach neueren Untersuchungen eine Konkordanz für den Typ-1-Diabetes mellitus von nicht mehr als 36 %, im Gegensatz zu früher gefundenen 55 %.
Quelle: Diabetologie in Klinik und Praxis